Gesellen auf der Walz machen Pause im bbz Arnsberg

Vier junge Gesellen auf der Walz

HwK Südwestfalen

Besonderer Besuch im Alten Feld: Vier junge Gesellen haben auf der Walz im bbz Arnsberg Halt gemacht. Die Handwerker blieben für eine Nacht im Internat und zum Frühstück am nächsten Morgen. 

 

Vier Gesellen auf Wanderschaft in Südwestfalen

Schon seit vielen Jahrhunderten ist es eine Tradition. Gesellen beginnen nach der Freisprechung ihre Wanderschaft und ziehen in die Ferne, um neue Orte, Menschen oder auch Techniken zu entdecken.  Früher waren diese Wanderjahre sogar notwendig, um die Meisterprüfung antreten zu können. Heute sieht man sie eher weniger, aber dafür umso lieber.

Vier Gesellinnen und Gesellen haben auf ihrer Wanderschaft jetzt den Weg ins bbz Arnsberg gefunden. Eine Tischlerin, ein Zimmerer, ein Schmied und eine Schmiedin sind teilweise schon jahrelang auf der Reise. Die Älteste der Gruppe ist seit über drei Jahren unterwegs, der Jüngste erst seit sechs Tagen. Der 24-Jährige steht vor seiner ersten großen Herausforderung: die Überschreitung der Bannmeile. Das bedeutet, er verlässt den Umkreis von 50 Kilometer von seinem Wohnort. 

 

20 Kilometer am Tag mit Kluft und Wanderstock

Der Zimmerer ist schon über zwei Jahre unterwegs. Wenn er keine Unterkunft gefunden hat, ist er auch die Nacht durchgewandert, um bei minus 20 Grad Celsius nicht zu erfrieren. Meistens finde man wohl aber tatsächlich eine Unterkunft, sind sich die vier einig. Ein Tagespensum beträgt in der Regel 15 bis 20 Kilometer. Und das in Kluft mit Wanderstock, Wanderbuch plus Hab und Gut im Charlottenburger - einem großen Tuch als Taschenersatz.

Die Pflege der Handwerkstradition, Land, Leute und Kulturen kennenlernen: Das treibt die jungen Gesellen noch heute auf die Walz. Nach einem ausgiebigen Frühstück und mit den üblichen 20 Euro Handgeld führt sie der Weg nun weiter nach Meschede.