"So werden meine Zukunftsträume wahr"

Mit dem Dualen Studium im bbz Arnsberg werden die Träume von Nico Rieger wahr!

Hwk Südwestfalen

Er ist jung und weiß, was er will: Nico Rieger ist mit Begeisterung Handwerker. Dabei steht er nicht nur von Berufswegen ständig unter (An)spannung. Der ausgebildete Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik studiert berufsbegleitend "Wirtschaftsingenieurwesen - Energie und Gebäude" im bbz Arnsberg. Dieser besonderen Herausforderung stellt sich der 22-Jährige selbstbewusst, schließlich hat er sein Ziel klar vor Augen – den "Bachelor of Engineering". 

 

Genau deshalb steht für Rieger fest: "Ich ziehe das durch, weil so meine Zukunftsträume wahr werden." Die Zukunft heißt: Die Übernahme des elterlichen Betriebes Elektro Rieger in Herscheid und Ausbau der Geschäftsfelder. Dazu braucht er zunächst einen gut strukturierten Wochenplan: Erst die Arbeit im Familienunternehmen, dann das Lernen, abends und am Wochenende. 15 Stunden pro Woche sollten es schon sein, empfehlen die Studienberater. Jeden zweiten Samstag findet dann der Präsenztag im bbz Arnsberg statt. Ein strammes Programm für viereinhalb Jahre, denn der duale Studiengang, den das bbz Arnsberg in Kooperation mit der Fachhochschule Südwestfalen anbietet, ist auf neun Semester angelegt.

 

Kombination aus Technik und Wirtschaft überzeugt

Disziplin, Biss und Durchhaltevermögen muss man mitbringen, gepaart mit einer gehörigen Portion Motivation. Und genau die ist für den jungen Gesellen der größte Faktor, verbunden mit seiner Vision: "Wir brauchen im Unternehmen einen Planer, die Kunden wollen alles aus einer Hand haben." Das nötige Know-how holt er sich am Studium. Gerade die Vielfalt, die Mischung aus Wirtschaft und Technik, mache das Besondere an diesem Studiengang aus: "Das ist eine Kombination, die man so sonst nicht bekommt – der ganzheitliche Blick aufs Gebäude." Außerdem gefalle ihm der praktische Bezug. Das Erlernte kann er direkt in die Praxis umzusetzen.

Hilfreich und gleichermaßen interessant ist zudem der Austausch unter den Studierenden über Gewerkegrenzen hinweg. Hier sitzen Maurer neben Zimmerern, Sanitär- und Heizungsbauer neben Elektrotechnikern und technischen Zeichnern. Sie alle bringen ihre unterschiedlichen Erfahrungen ein. Und während der Selbstlernphasen – sie machen 75 Prozent des Studiums aus – hilft die Onlineplattform "Moodle". Rieger empfiehlt, diese unbedingt zu nutzen.

 

Sohn des Chefs hat "keine Sonderrolle" 

Zurück in die Praxis: Im Betriebsalltag ist der Junior als Geselle einer von 20 Mitarbeitern: „Ich werde nicht geschont und nicht bevorzugt“, beschreibt er seinen Status. In einem kommen ihm seine Eltern Ulrike und Uwe Rieger aber entgegen: Freitags endet für den Sohn der Arbeitstag bereits mittags, damit mehr Zeit fürs Studium bleibt. Die Familie gibt dem jungen Studenten neben der Freundin den starken Rückhalt, der notwendig ist. Mutter Ulrike hat erkannt: "Es ist das erste Mal, dass meinen Sohn das Lernen zufriedenstellt." Und Uwe Rieger freut sich: "Nico sichert die Zukunft des Unternehmens, wir werden unsere Geschäftsbereiche ausbauen können."

Zurzeit setzt das 1998 gegründete Unternehmen auf diese Standbeine: Gebäudesteuerung, Industrieservice, Sicherheitstechnik und Smart-Home. Der Firmensitz in Herscheid ist quasi der Showroom für intelligente Vernetzung – und die eigene Wohnung das Testobjekt. So sind die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben fließend, zumal, wenn man als Familie spürbar eng verbunden ist: "Wir sprechen viel über die Arbeit, können aber auch abschalten." Damit ist die gesunde Balance für die nächsten Jahre, die vor dem 22-Jährigen liegen, gegeben. Und er weiß: "Wenn nicht jetzt, wann dann?" So kommt Nico Rieger seinem Ziel Schritt für Schritt näher.

 

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