Aufstiegs-BAFÖG

Nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) können verschiedene Weiterbildungslehrgänge vom Staat gefördert werden. Je nach persönlichen Voraussetzungen  gibt es zinslose Kredite für Meisterkurse und auch für Fort- oder Weiterbildungskurse mit mindestens 400 Unterrichtsstunden.

Um Aufstiegs- Bafög zu bekommen, muss der angestrebter Fortbildungsabschluss rechtlich geregelt sein. Außerdem muss er über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- oder Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen.

Was wird gefördert?

  1. Meisterkurse
  2. geprüfter Betriebswirt/in (HWO)
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Gefördert wird generell eine Aufstiegsfortbildung pro Person. Wenn Sie bereits eine selbstfinanzierte Aufstiegsfortbildung absolviert haben, verlieren Sie hierdurch nicht Ihren Förderanspruch.

AUSNAHME: Absolvieren Sie zuerst die Meisterprüfung und anschließend die Fortbildung zum geprüften Betriebswirt, können beide Maßnahmen gefördert werden.

Die Maßnahme muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen (Mindestdauer).

Bei Vollzeitmaßnahmen müssen in der Regel je Woche mindestens 25 Unterrichtsstunden an 4 Werktagen (Vollzeit-Fortbildungsdichte) stattfinden. Vollzeitfortbildungen dürfen insgesamt nicht länger als drei Jahre dauern (maximaler Vollzeit-Zeitrahmen).

Bei Teilzeitmaßnahmen müssen die Lehrveranstaltungen monatlich im Durchschnitt mindestens 18 Unterrichtsstunden (Teilzeit-Fortbildungsdichte) umfassen. Teilzeitmaßnahmen dürfen insgesamt nicht länger als vier Jahre dauern (maximaler Teilzeit-Zeitrahmen).

Wer wird gefördert?

  • Personen, die die oben genannten Maßnahmen anstreben und die Mindestdauer sowie den maximalen Zeitrahmen einhalten
  • Studierende und Abiturienten nach individueller Prüfung der Voraussetzungen
  • Bachelor oder Absolventen einen vergleichbaren Hochschulabschlusses (nur FH)
  • Ausländer mit ständigem Wohnsitz in Deutschland und Daueraufenthaltserlaubnis oder die länger als 15 Monate in Deutschland leben und erwerbtätig waren und sind (Berufsausbildung zählt mit)
  •  

Wie wird gefördert?

  • 40 % der Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren erhalten Sie als Zuschuss von Staat, der nicht zurückgezahlt werden muss   
  • 60 % der Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren können als zinsgünstiges Darlehen bei der KfW-Bank abgeschlossen werden.
  • Darlehenserlass: Auf Antrag werden Ihnen bei bestandener Prüfung 40 % des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen. Hierzu muss eine beglaubigte Kopie Ihres Zeugnisses bei der KfW eingereicht werden. Bei Betriebsübernahme oder Existenzgründung kann bei Vorliegen der Voraussetzungen weiterer Darlehenserlass beantragt werden.
  • Materialkosten für Ihr Meisterprüfungsprojekt sind zur Hälfte förderfähig, maximal bis zu 2.000,00 € (40 % Zuschuss, 60 % Darlehen bei der KfW)
  • Unterhaltsbeitrag:
    • zusätzlich bei Vollzeitmaßnahmen
    • abhängig vom Familienstand, vom Einkommen während der Maßnahme und vom Vermögen zum Zeitpunkt der Antragsstellung (bezogen auf den Teilnehmer und nicht auf die Eltern)
    • aufgeteilt in Zuschuss und Darlehen
    • Vermögensfreibetrag: 45.000,00 €
    • Einkommensfreibetrag 290,00 € (bei Berücksichtigung von Werbungskosten und Sozialpauschale ist ein Minijob, 450,00 € monatlich, anrechnungsfrei)
    • Bei Verheirateten und/oder Kindern werden die Freibeträge für Vermögen und Einkommen entsprechend erhöht
    • Übersicht der maximalen Förderbeträge
      • Ledig ohne Kind max. 768,00 €    
      • Ledig mit einem Kind max. 1.003,00 €   
      • Verheiratet max. 1.003,00 €
      • Verheiratet mit zwei Kindern: max. 1.473,00
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Unter folgendem Link ist ein „Förderrechner“ zu finden:

https://www.aufstiegs-bafoeg.de/de/foerderrechner-1708.html

Zwischen Ende der Maßnahme und Anfertigung des Prüfungsstücks beziehungsweise Ablegen der Prüfung wird der gewährte Unterhaltsbeitrag auf Antrag bis zu drei Monaten als Darlehen weitergezahlt (Prüfungsvorbereitungsphase).


Rückzahlung des Darlehens:

  • während der Fortbildung und zwei Jahre danach zins- und tilgungsfrei
  • anschließend innerhalb von maximal zehn Jahren mit mindestens 128,00 € monatlich  zurückzuzahlen
  • Darlehenserlass (wie bereits beschrieben) beachten!
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Wie erfolgt die Antragstellung?

Die Formulare werden Ihnen bei uns automatisch mit der Anmeldebestätigung oder auf Anfrage zugeschickt. Die ausgefüllten Anträge nehmen wir gerne wieder entgegen, prüfen diese und leiten sie an Ihre zuständige BAföG-Stelle weiter.

Anträge sollten etwa 6 Monate vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, da die Bearbeitungszeit bei der zuständigen Stelle ca. ein halbes Jahr beträgt. Die Antragstellung muss bis spätestens zum letzten Unterrichtstag der Maßnahme bzw. Maßnahmeabschnitts erfolgen.

Unterhaltsbeiträge werden von Beginn des Monats an geleistet, in dem mit dem Unterricht tatsächlich begonnen wird, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an. Die Leistung endet mit Ablauf des Monats, in dem der letzte Unterricht abgehalten wird. Maßnahmebeiträge können bei fristgerechter Antragstellung rückwirkend gewährt werden.

Wichtiger Hinweis zur Antragsstellung
Wenn zwischen Maßnahmeabschnitten zeitliche Zwischenräume sind, muss in jedem Fall für die einzelnen Abschnitte ein Folgeantrag gestellt werden.

Antragsformulare

Informationen und Anträge für Maßnahmen, die auf HwK-Prüfungen im Kammerbezirk vorbereiten, erhalten Sie bei der Handwerkskammer Südwestfalen:

bbz Arnsberg
Altes Feld 20
59821 Arnsberg
Telefon: 02931-877-333
E-Mail: info(at)bbz-arnsberg.de 

oder direkt bei der

Bezirksregierung Köln
Dezernat 49 - Ausbildungsförderung
50606 Köln
Telefon 0221-147 4980
E-Mail: poststelle(at)brk.nrw.de

Die Bezirksregierung Köln ist für die Bewilligung der Anträge von Teilnehmern, die in NRW wohnen zuständig. Die Darlehensverträge werden automatisch durch die KfW-Bankengruppe, Niederlassung Bonn, Abt. Aufstiegsförderung, 53170 Bonn erstellt und versendet.

Teilnehmer aus anderen Bundesländern finden hier die für Sie zuständigen Stellen:
https://www.aufstiegs-bafoeg.de/de/foerderaemter-und-beratung.php 

Noch Fragen? Einfach anrufen: 02931 877-333

Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 7.30 - 16.30 Uhr | Sa. 8 - 13 Uhr 

Ansprechpartnerinnen

Rebecca Hellmann Tel.: 02931 877-309 Fax.: 02931 877-2411
Joanna Ziebura Tel.: 02931 877-334 Fax.: 02931 877-2412
Annelie Balkenohl Tel.: 02931 877-306 Fax.: 02931 877-2403
Marion Valentin Tel.: 02931 877-304 Fax.: 02931 877-2429