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Fliesenleger-Elite trainiert im bbz Arnsberg

Hoher Besuch im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Südwestfalen. Denn eine ganze Woche lang trainierte die Nationalmannschaft der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger in der Multihalle des bbz Arnsberg. Es war das Auftakttraining für die deutschlandweit Besten in ihrem Gewerk im neuen Jahr.

 

Erstes gemeinsames Sichtungstraining

Die Fliesenleger-Nationalmannschaft ist erfolgsverwöhnt. Insgesamt sechs Mal konnten die Handwerker die Weltmeisterschaft für sich gewinnen und gelten somit als Rekordweltmeister. Erst im vergangenen November wurde das langjährige Teammitglied Yannic Schlachter bei der WM im italienischen Bozen Vizeweltmeister.

Aber auch die Besten müssen trainieren. Vom 9. bis 13. Januar absolvierte die Mannschaft daher ihr erstes Sichtungstraining in 2023. Vier weitere Trainingseinheiten werden noch folgen, bevor feststeht, wer im September zu der Europameisterschaft ins polnische Danzig fahren wird.

Teil des diesjährigen, im Übrigen sehr jungen "Team Germany" sind Anna Bleuel aus Fulda in Hessen, Sandro Feustel aus Ebersberg in Bayern, Manuel Karg aus Höchststadt in Bayern, Malte Laurich aus Freden in NRW, Robin Liebler aus Bad Boll in Baden-Württemberg sowie Lukas Schmittlutz aus Rattelsdorf in Bayern.

Auch im Trainerstab hat sich etwas getan: Seit Kurzem unterstützt Mandy Wiegmann, Fliesenlegermeisterin aus Sachsen-Anhalt, als weibliche Verstärkung das Team und erlebt das erste Training in Arnsberg: "Es ist unheimlich spannend, mit diesen jungen Talenten zusammenzuarbeiten und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ich freue mich auf alles, was kommt."

 

Auf Präzision und Schnelligkeit kommt es an

In fünf Tagen sollten die jungen Fliesen-, Platten- und Mosaikleger ein vorgegebenes Motiv fliesen. Anlehnend an die Aufgabenstellung bei der Deutschen Meisterschaft in der Bundeshauptstadt waren dies der Berliner Bär, der Fernsehturm am Alexanderplatz sowie die Jahreszahl "2023".

Zwei Wände und ein Boden – kein leichtes Unterfangen wie auch Nationaltrainer Marcel Beyer betont: „Bei den Ausführungen kommt es auf Präzision bei gleichzeitiger Schnelligkeit an.“ Für die Teammitglieder geht es im Training nämlich auch um etwas: Es heißt Punkte zu sammeln, denn nur "der Beste der Besten" darf das deutsche Team bei der EM vertreten.

Robin Liebler und Manuel Karg sind neu in der Mannschaft. Der junge Fliesenleger Liebler ist der amtierende Deutsche Meister, Karg belegte knapp dahinter den zweiten Platz. "Bei jedem Training entwickelt man sich weiter", resümiert Karg. "Es geht um die Schnitte und Ecken, dass alles passt."

Am Ende des Trainingslagers erfolgte die Bewertung der erbrachten Leistungen samt Punktevergabe und ein Rückblick auf die vergangene Woche. Sandro Feustel ist zufrieden: "Man hat vieles weiter verbessern können, aber gleichzeitig auch neue Schwächen kennengelernt, an denen man arbeiten muss."

 

Wiedersehen macht Freude

Für Nationaltrainer Marcel Beyer war es nicht das erste Mal im bbz Arnsberg. Hier hatte er 2020 den Teil I und II seiner Meisterprüfung abgelegt. Später bewarb sich der 25-jährige Hesse um die Stelle bei der Nationalmannschaft und hatte Erfolg. "Es fühlt sich an, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich hier in der Meisterschule war. Ich habe sehr gute Erinnerungen an das bbz und die Ausbilder."

Auch jetzt ist Beyer im bbz Arnsberg zufrieden, wie er dem bbz-Abteilungsleiter "Bau/Ausbau" Marc Schenuit mitteilte: "Die Bedingungen sind grandios. Jeder hat eine Kabine, eine eigene Lampe in der Koje, einen höhenverstellbaren Tisch. Platz haben wir genug. Alle haben die gleichen Bedingungen und die Infrastruktur passt auch."

Eines der vielen Highlights im bbz-Trainingslager war sicherlich auch das Get-together der Fliesenleger-Nationalmannschaft mit dem Berufsbildungsausschuss des Fachverbandes Fliesen und Naturstein, den Vertretern der Innung und der Kreishandwerkerschaft, den Regionalvertretern der Partner der Nationalmannschaft sowie vielen Ausbildern, ehemaligen Meisterschülern und aktuellen Teilnehmern des bbz Arnsberg.

Zum Abschluss bleibt auch uns zu sagen: Schön, dass ihr da wart, liebes Nationalteam!