Technik und Sauberkeit überzeugen chinesischen Nachwuchs

Knapp 60 der besten chinesischen Schüler und Studierenden aus der Provinz Guangdong waren in dieser Woche zu Gast im bbz Arnsberg. In zwei Gruppen konnten die angehenden Experten alles über die Vorzüge des  deutschen Bildungssystems und der verschiedenen Kompetenzzentren erfahren.

Junioren statt Senioren

"Warum immer nur die Senioren schicken, wenn doch die Junioren die Zukunft sind", erläutert Wolfgang Reuter, Geschäftsführer des Q-Verbandes (Bundesverband Berufliche Qualifizierung e.V.). Schon seit einigen Jahren kommen regelmäßig Technikexperten aus China nach Arnsberg. Diesmal allerdings entsandte die Provinz Guangdong das erste Mal die besten Schüler und Studierenden der verschiedenen Colleges.

Schüler zeigen großes Interesse

Handwerkskammern gibt es auch in China, allerdings sind diese dort privat und nicht verpflichtend. Die Aufgaben der deutschen Handwerkskammern und der Bildungseinrichtungen waren für die Schüler und Studierenden also komplett neu. Hans-Josef Walter, bbz-Abteilungsleiter für Internationale Zusammenarbeit, war angetan vom Enthusiasmus der jungen Chinesen. "Es ist wirklich erfreulich, wie fasziniert und interessiert die Schüler und Studierenden sind."

Bei dem obligatorischen Rundgang fiel den Besuchern vor allem eines auf: die Sauberkeit in den Werkstätten. "Die moderne Einrichtung und die Sauberkeit in den deutschen Werkstätten beeindruckt die Menschen aus China immer wieder", verriet Delegationsleiter Reuter.

bbz punktet mit Praxisplätzen

Auch die große Anzahl der Praxisplätze ist für die jungen Chinesen neu. Zwar gibt es in den Polytechnischen Schulen Chinas ebenfalls Werkstätten und Laboreinrichtungen. Diese spielen aber gegenüber den traditionellen Klassenräumen in der zumeist vollzeitschulischen Berufsausbildung eine eher untergeordnete Rolle. Darüber hinaus sind diese zumeist mit technisch überholtem Equipment ausgestattet.