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Winterzeit in der Lackiererei

Die Tipps gegen die Kälte am Lack

Schnee, Eis und Kälte – auf Fahrzeuglackierer warten im Winter viele Fallstricke. Wir haben für Sie einige Tipps auf Lager, wie Sie und der Lack die frostige Jahreszeit am besten überstehen.

 

Vorsicht vor Verschmutzungen

Das Winterwunderland ist zwar schön anzuschauen, aber für den Fahrzeuglackierer heißt das auch: Besonderes Augenmerk auf Verschmutzungen. Ein Beispiel: Die Straßen sind glatt und rutschig, es kommt zum Unfall. Das Fahrzeug steht nach der Abwicklung mit dem Versicherer nun in der Werkstatt.

Zum einen werden Neuteile für die Instandsetzung beschafft, zum anderen aber auch Altteile, bzw. angrenzende Teile bearbeitet. Hier ist die richtige Vorreinigung entscheidend. Im Gegensatz zum Sommer können sich nun Streusalzrückstände auf der Oberfläche befinden. Die einfache und gängige Reinigung mit Silikonentferner beseitigt diese Rückstände nicht. Das kann zu Osmoseschäden führen, auf die eine teure Reklamation folgt.

Empfehlenswert ist hier eine günstige, hochverdünnte Mischung von Wasser mit einem alkalischen Vorreiniger (Produkt-Tipp des bbz-Experten: Der "Koch Chemie Greenstar"). Im Anschluss empfiehlt sich der vom jeweiligen Lackhersteller angebotene "wässrige Reiniger". Die Oberfläche kann anschließend bearbeitet werden. 


Nicht kalt erwischt werden

In vielen Werkstätten ist die Heizung meist über Nacht ausgestellt. Die kalten Fahrzeuge werden dann am Morgen oft ohne sie vorzuwärmen direkt bearbeitet oder lackiert. Hier treten Probleme auf, die den meisten geläufig sind. Liegt das Lackmaterial unter der Verarbeitungstemperatur, werden Verlaufs- und Trocknungseigenschaften stark beeinflusst. Die Folgen können den Tagesdurchsatz erheblich senken. 

Aber dagegen können Sie etwas tun! Halten Sie das Lackmaterial sowie Klebebänder immer warm. Zum Beispiel indem Sie die Türen im Lackanmischraum immer verschlossen halten. Außerdem kann das Lackmaterial nach Herstellerangaben mit passenden "kurzen" Härtern an die gegebenen Temperaturen angepasst werden.

Ein weiterer Tipp: Wärmen Sie die zu bearbeitende Stelle mit einem Infrarotstrahler vor. Und zu guter Letzt sollten Sie die Objekttemperaturen während der Trocknung immer überprüfen. Mit diesen Tipps werden Sie garantiert nicht kalt erwischt.

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